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Atlanta Rascher Spiders... and girls

29 EUR

Atlanta Rascher | Spiders and... girls | 2016 | Artist Book | Auflage: 250

Das Book-Release von Spiders and... girls fand am 13.10. 2016 in der Galerie für Moderne Fotografie statt.

Zum Buch ist eine Sonderedition mit Fine Art-Prints von Atlanta Rascher aufgelegt worden, die Sie unter folgendem Link einsehen können: http://gfmfshowroom.tictail.com/products/prints/atlanta-rascher

Spiders and... girls
umfasst eine Auswahl an Porträtaufnahmen junger Frauen, so wie vereinzelten Interieure- und Architekturaufnahmen. Die Fotografien sind mit Handzeichnungen von Atlanta Rascher collageartig in Dialog gesetzt. Einfühlsam und vorsichtig sind die Porträtierten in ungekünstelten Posen aufgenommen. Dem Betrachter eröffnen sich intime Szenerien, die sowohl die Zerbrechlichkeit und Sensibilität, als auch die Stärke und jugendliche Aufbruchsstimmung der Protagonistinnen ausdrucksstark einfangen.   

Die Spinne – ein Tier, das es vermag starke Reaktionen, wie Angst, Ekel aber auch Faszination auszulösen – zieht sich wie ein Leitmotiv durch das Buch und verstärkt die ambivalente, von Unsicherheit, aber auch von Sinnlichkeit und Lebenslust geprägte Atmosphäre der Aufnahmen.

Das Olympiastation Berlin, eines der ersten Großbauprojekte unter Adolf Hitler, so wie das rund zwanzig Jahre später entstandene avantgardistische Le Corbusierhaus in Berlin Westend, schaffen spannungsreiche Kulissen für die Fotografien von Rascher. Die femininen, ihre Verletzlichkeit preisgebenden Körper kontrastieren mit den brachialen Statuen der Athleten des Propagandabaus.

Ein Thema, das in Spiders and... girls auch durch den mehrmals auftauchenden Modulor des Architekten Le Corbusier aufgerufen wird. Mit dem Modulor suchte Le Corbusier in der Tradition des römischen Architekten Vitruv, sowie des berühmten anatomisch perfekten Menschen von Leonardo da Vinci, die ideale menschliche Proportion zu finden.  

Ein Unterfangen, das auch in der Modefotografie eine tragende Rolle spielt und mit dem Atlanta Rascher mit ihren Aufnahmen in Spiders and... girls bewusst brechen will.

So bemerkte sie als Randnotiz bei einem Gespräch über das Buchprojekt: „Perfection is admirable. Imperfection lovable.“


Text: Judith Waldmann

Die Galerie für Moderne Fotografie wurde 2008 von Kirsten Hermann gegründet und befindet sich in der Schröderstraße in Berlin-Mitte.
Der Schwerpunkt des Galerieprogramms liegt insbesondere auf dem Medium der Fotografie und konzentriert sich dabei sowohl auf die Präsentation internationaler
etablierter Künstlerinnen und Künstler als auch auf die Entdeckung junger fotografischer Arbeiten.
 
Mit Ausstellungen wie den DDR-Modeaufnahmen des Fotografen Roger Melis aus den Sechziger und Siebziger Jahren befasst sich das Programm nicht nur mit der Modefotografie
der letzten 40 Jahre und raren Vintage-Aufnahmen, sondern zeigt auch aktuelle Arbeiten etablierter zeitgenössischer KünstlerInnen wie Camille Vivier,
Ingar Krauss oder Albrecht Fuchs. Dabei ist die Galerie immer auch auf der Suche nach spannenden jungen Positionen und zeigt Newcomer wie etwa die Bernhard Prinz-Schülerin
Karoline Klüppel und andere singuläre Künstlerpersönlichkeiten aus der Portrait- und Landschaftsfotografie. Da die Vermittlung der Vielfalt der aktuellen
zeitgenössischen Fotografie im Galerieprogramm eine große Rolle spielt, liegen neben der Modefotografie immer auch die konzeptuellen Positionen der
(inszenierten) Gegenwartsfotografie im Fokus der Galerie.
 
Begleitet werden die Ausstellungen in den Galerieräumen in regelmäßigen Abständen von Präsentationen im „GFM Salon“ im ersten Stock,
in denen das übliche Konzept des neutralen White Cubes dem des bewohnten Salons weicht.

The Galerie für Moderne Fotografie was founded in 2008 by Kirsten Hermann and is located on Schroederstraße in Berlin’s Mitte district.
The gallery program focuses specifically on the medium of photography and concentrates on presenting internationally established artists as well as discovering young photographic talents.
 
Featuring exhibitions such as the GDR fashion photography of photographer Roger Melis from the 1960s and 70s,
the program encompasses not only fashion photography from the past forty years and rare vintage photos, but also presents
current works by established contemporary artists such as Camille Vivier, Ingar Krauss, or Albrecht Fuchs. The gallery is also always
on the look out for exciting new positions and shows newcomers such as Karoline Klüppel, a former student
of Bernard Prinz, and other singular artist personalities working in portraiture and landscape photography.
In focusing on fashion photography as well as conceptual positions in current (staged) photography,
the gallery and its program seek to convey the diversity of approaches in contemporary photography today.
 
The shows at the gallery’s exhibitions spaces are augmented by regularly programmed presentations of work
at the GFMF Salon in various locations around Berlin and abroad.

https://www.tumblr.com/blog/galeriefuermodernefotografie

mail@galeriefuermodernefotografie.com